ZND – Zentrum für Neurodivergenz,

Diagnostik & Beratung

Diagnostik & Einordnung bei Autismus und ADHS

Fundierte Diagnostik für Menschen, die sich selbst besser verstehen möchten

- klar, strukturiert und auf hohem fachlichen Niveau -

Viele Menschen kommen, nachdem sie bereits verschiedene Stationen durchlaufen haben. Häufig bleibt dabei ein Gefühl zurück, nicht vollständig verstanden worden zu sein. Die Diagnostik im ZND setzt genau hier an. Sie dient nicht nur der Abklärung einzelner Symptome, sondern der Einordnung des individuellen Funktionsprofils im Alltag.

Ziel ist es, Zusammenhänge nachvollziehbar zu machen und eine fundierte Grundlage für weitere Schritte zu schaffen – nicht, Menschen vorschnell in eine Kategorie einzuordnen.

                     Spezialisiert auf komplexe und nicht eindeutige diagnostische Fragestellungen                         bei Autismus und ADHS im Erwachsenenalter


Für wen ist die Diagnostik geeignet?

Die Diagnostik richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, die:

– sich in bisherigen Erklärungen nicht wiederfinden
– Hinweise auf Autismus und/oder ADHS sehen
– eine fachlich fundierte und differenzierte Einschätzung wünschen
– bereit sind, aktiv an einem strukturierten diagnostischen Prozess mitzuwirken

Hinweis zur Abrechnung: Die Diagnostik im ZND erfolgt auf privater Basis. Eine Abrechnung über gesetzliche oder private Krankenkassen ist nicht möglich.

Die Diagnostik soll nicht nur die Frage beantworten, ob Autismus oder ADHS vorliegt, sondern verständlich machen, wie individuelle Wahrnehmungs-, Denk- und Verarbeitungsmuster im Alltag zusammenwirken.

Ablauf der Diagnostik

  • Anfrage über das Kontaktformular
  • Vorbereitung durch strukturierte Unterlagen
  • Diagnostiktermin in der Praxis (Anamnese, Testverfahren, Verhaltensbeobachtung)
  • Auswertung und schriftlicher Befundbericht
  • Abschlussgespräch (vor Ort oder per Video) 

 

inkl. Anamnese, Testung, Befundbericht ab 690 Euro 

Weitere Informationen zu den Preisen finden Sie unter Honorare

ADHS-Diagnostik auf hohem fachlichen Niveau

Die ADHS-Diagnostik im Zentrum für Neurodivergenz erfolgt evidenzbasiert und mehrdimensional und orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen und klinischen Empfehlungen für die Diagnostik im Erwachsenenalter.

Es kommen ausschließlich in Deutschland standardisierte und wissenschaftlich anerkannte Verfahren zum Einsatz, die eine differenzierte Einordnung auf symptomatischer, funktionaler und kognitiver Ebene ermöglichen.

Neuropsychologische Profilanalyse bei ADHS

ADHS zeigt sich nicht nur in Fragebögen oder im Gespräch. Ergänzend zur klinischen Diagnostik werden deshalb neuropsychologische Funktionen mit computergestützten Verfahren untersucht. Dazu gehören unter anderem Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, kognitive Flexibilität, Arbeitsgedächtnis, Planung und weitere exekutive Funktionen. So entsteht ein differenziertes Bild darüber, wie das Gehirn Informationen verarbeitet und welche Stärken und Herausforderungen im Alltag eine Rolle spielen.

Die Diagnostik ist klar strukturiert und gezielt aufgebaut, um eine präzise und nachvollziehbare diagnostische Einschätzung zu gewährleisten.

Autismus-Diagnostik auf hohem fachlichen Niveau

Die Diagnostik orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Standards und erfolgt multimethodal. Zum Einsatz kommen strukturierte Verhaltensbeobachtung, entwicklungsbezogene Anamnese, Fremdanamnese sowie standardisierte psychometrische Verfahren.

Masking, Kompensation und übersehene Verläufe

Viele Erwachsene haben über Jahre gelernt, Schwierigkeiten zu überspielen, sich anzupassen oder soziale Situationen bewusst zu analysieren und vorzubereiten. Nach außen wirken sie häufig unauffällig, leistungsfähig oder „gut angepasst“, während die innere Belastung erheblich sein kann. Deshalb werden in der Diagnostik nicht nur sichtbare Auffälligkeiten betrachtet, sondern auch langfristige Anpassungs- und Kompensationsstrategien, die dazu führen können, dass Autismus oder ADHS über viele Jahre unerkannt bleiben.

Wichtige Voraussetzung für die Autismus-Diagnostik

Für die diagnostische Einordnung im Erwachsenenalter ist eine möglichst verlässliche Rekonstruktion der frühen Entwicklung (ca. 4–10 Jahre) entscheidend. Hierfür wird in der Regel eine Bezugsperson einbezogen, die diese Zeit aus eigener Erinnerung beschreiben kann. Schriftliche Unterlagen wie Schulzeugnisse oder frühere Berichte sind sinnvoll und können diese Einschätzung ergänzen, ersetzen sie jedoch nicht. Wenn diese Informationen nur eingeschränkt verfügbar sind, kann die diagnostische Einordnung erschwert sein oder keine eindeutige Diagnosestellung ermöglichen.

Die Diagnostik erfolgt grundsätzlich ergebnisoffen und orientiert sich an den jeweils erfüllten Kriterien.

Wenn keine Bezugsperson zur Verfügung steht

Eine Autismus-Diagnostik kann auch ohne klassische Fremdanamnese erfolgen. In diesen Fällen erfolgt die Einordnung auf Grundlage der Selbstanamnese, vorhandener Unterlagen und des Gesamtbefundes. 

Eine Diagnosestellung ist möglich, wenn sich ein übergreifend konsistentes Entwicklungs- und Befundbild ergibt.

Wenn weder eine Bezugsperson noch aussagekräftige Unterlagen zur Verfügung stehen, ist die diagnostische Einordnung deutlich eingeschränkt.

Differenzialdiagnostische Gesamtbetrachtung

Die Frage lautet häufig nicht nur „Autismus oder ADHS?“. Viele Menschen bringen eine längere Vorgeschichte mit unterschiedlichen Diagnosen, Erklärungsversuchen oder offenen Fragen mit. Deshalb werden mögliche Einflussfaktoren wie soziale Ängstlichkeit, depressive Belastungen, Alexithymie, Traumafolgen, Erschöpfung, Teilhabeeinschränkungen oder langjährige Kompensationsstrategien systematisch berücksichtigt. Ziel ist eine möglichst präzise und nachvollziehbare diagnostische Einordnung.

Soziale Kognition und emotionale Verarbeitung

Viele Menschen berichten, dass sie soziale Situationen anders wahrnehmen als andere, Gespräche nachträglich analysieren oder Schwierigkeiten haben, eigene Gefühle und Bedürfnisse einzuordnen. Deshalb werden auch soziale Kognition, Empathie, emotionale Verarbeitung und Körperwahrnehmung in die diagnostische Gesamtbetrachtung einbezogen. Ziel ist es, nicht nur einzelne Symptome zu erfassen, sondern das individuelle Erleben besser zu verstehen.

Ausführliche Rückmeldung und Empfehlungen

Die Diagnostik endet nicht mit einer Diagnose. Im abschließenden Ergebnis- und Einordnungsgespräch werden die Ergebnisse ausführlich besprochen und in den persönlichen Lebenskontext eingeordnet. Sie erhalten konkrete Empfehlungen für Alltag, Ausbildung, Studium, Beruf, Therapie und weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Ziel ist ein besseres Verständnis der eigenen Funktionsweise sowie eine Orientierung für die nächsten Schritte.

Warum viele Erwachsene erst spät diagnostiziert werden

Viele Menschen erhalten eine Diagnose erst im Erwachsenenalter. Häufig besteht nicht das Problem, dass keine Auffälligkeiten vorhanden waren, sondern dass diese über viele Jahre durch Anpassung, Kompensation oder ein unterstützendes Umfeld aufgefangen werden konnten.

Manche Menschen entwickeln früh Strategien, um soziale Situationen zu bewältigen, Erwartungen zu erfüllen oder Schwierigkeiten auszugleichen. Andere fallen in Schule, Ausbildung oder Beruf zunächst nicht auf, weil sie leistungsfähig wirken oder hohe Anstrengungen investieren, um Anforderungen zu erfüllen.

Erst wenn Belastungen zunehmen, Routinen wegfallen oder die Anforderungen im Alltag steigen, geraten diese Strategien an ihre Grenzen. Die Folge können Erschöpfung, Überforderung, soziale Schwierigkeiten oder das Gefühl sein, trotz großer Anstrengung nicht zu verstehen, warum bestimmte Situationen dauerhaft mehr Kraft kosten als bei anderen Menschen.

Eine späte Diagnostik bedeutet daher nicht, dass die zugrunde liegenden Merkmale erst im Erwachsenenalter entstanden sind. Vielmehr ermöglicht sie häufig eine neue Einordnung von Erfahrungen, die über viele Jahre bestanden haben, aber bisher nicht ausreichend erklärt werden konnten.


Im Zentrum für Neurodivergenz steht eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Diagnostik im Vordergrund

Der diagnostische Prozess folgt einem mehrdimensionalen Ansatz. Er umfasst die Abgrenzung zwischen Autismus und ADHS sowie die Einordnung von Überschneidungen, Maskierung und zusätzlichen Belastungsfaktoren.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Übergangsbereichen – dort, wo Symptome nicht eindeutig erscheinen oder sich überlagern und diagnostische Erfahrung entscheidend ist.

Die Ergebnisse werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang eingeordnet. So entsteht ein nachvollziehbares Bild des individuellen Funktionsprofils und seiner Bedeutung im Alltag.


Neuropsychologische Testung 

Im Rahmen des Neuroprofils+  werden ergänzend neuropsychologische Testverfahren eingesetzt, um kognitive und funktionale Prozesse differenzierter einzuordnen.

Untersucht wird, wie Aufmerksamkeit, Selbststeuerung und Informationsverarbeitung unter standardisierten Bedingungen funktionieren und in welchem Verhältnis diese Leistungen zum Erleben im Alltag stehen.

Die Testung trägt dazu bei, das individuelle Funktionsprofil nachvollziehbar zu beschreiben und besser zu verstehen.


Die Diagnostik im ZND basiert auf wissenschaftlich fundierten Verfahren und orientiert sich an aktuellen fachlichen Standards.

Sie bietet eine tragfähige Grundlage für weitere medizinische, therapeutische oder sozialrechtliche Schritte.

Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihrer Geschichte bisher nicht ausreichend gesehen worden zu sein, bietet die Diagnostik im ZND die Möglichkeit, ein klareres und stimmigeres Verständnis für sich selbst zu entwickeln.


Termin-Anfrage bitte hier über das Formular stellen

 

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