Burnout – Depression – Angst – PTBS

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Psychologische Abklärung bei Burnout, Depression, Angst und PTBS

Psychische Beschwerden können sehr unterschiedlich aussehen und sich gegenseitig überlagern. Erschöpfung, Rückzug, Schlafprobleme, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Vermeidungsverhalten oder körperliche Stresssymptome lassen sich nicht immer eindeutig einem einzelnen Störungsbild zuordnen.

Im Rahmen der psychologischen Differentialdiagnostik wird deshalb nicht nur geprüft, ob eine bestimmte Diagnose vorliegt, sondern auch, welche anderen Erklärungen berücksichtigt werden müssen und wie stark die Beschwerden Alltag, Selbstständigkeit und Teilhabe beeinträchtigen.

Häufige Fragestellungen

Burnout und chronische Erschöpfung

Anhaltende Überforderung, Leistungsabfall, fehlende Regeneration und zunehmende Distanz zur Arbeit können Ausdruck einer ausgeprägten Burnout-Symptomatik sein.

Gleichzeitig können ähnliche Beschwerden auch bei Depressionen, Angststörungen, Anpassungsreaktionen oder körperlichen Erkrankungen auftreten.

Die diagnostische Abklärung dient daher insbesondere der Unterscheidung zwischen:

  • arbeitsbezogener Überlastung
  • chronischem Stress
  • depressiver Symptomatik
  • Anpassungs- und Belastungsreaktionen
  • Angst und anhaltender innerer Anspannung
  • körperlich mitbedingter Erschöpfung

Depression

Depressive Beschwerden können sich unter anderem durch gedrückte Stimmung, Interessenverlust, verminderten Antrieb, Rückzug, Schlafstörungen, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder ein vermindertes Selbstwertgefühl zeigen.

Im Rahmen der Diagnostik wird geprüft:

  • ob eine depressive Störung vorliegt,
  • wie ausgeprägt die Symptomatik ist,
  • wie lange die Beschwerden bereits bestehen,
  • welche anderen Belastungen oder Erkrankungen eine Rolle spielen,
  • und wie stark die Alltagsbewältigung beeinträchtigt ist.

Angst, Panik und Vermeidungsverhalten

Angst kann sich sehr unterschiedlich äußern. Dazu gehören beispielsweise:

  • anhaltende Sorgen
  • Panikattacken
  • Angst vor bestimmten Situationen
  • Vermeidung von Orten oder Aktivitäten
  • Angst, alleine das Haus zu verlassen
  • soziale Ängste
  • körperliche Begleiterscheinungen wie Herzrasen, Schwindel oder starke Anspannung

Ziel der Diagnostik ist die Einordnung, ob beispielsweise eine Angststörung, Panikstörung, Agoraphobie, soziale Angst oder eine andere Ursache im Vordergrund steht.

Gerade bei körperlichen Erkrankungen wird dabei sorgfältig berücksichtigt, ob Vermeidungsverhalten teilweise eine nachvollziehbare Reaktion auf reale gesundheitliche Einschränkungen darstellt.

Posttraumatische Belastungsstörung und Traumafolgen

Nach schweren oder länger anhaltenden Belastungserfahrungen können unter anderem auftreten:

  • ungewollte Erinnerungen oder Wiedererleben
  • Albträume
  • Vermeidung
  • starke innere Wachsamkeit
  • Schreckhaftigkeit
  • emotionale Taubheit
  • Rückzug
  • Schlaf- und Konzentrationsprobleme
  • anhaltende Schwierigkeiten der Emotionsregulation

Bei einem entsprechenden Verdacht erfolgt eine gezielte traumabezogene Diagnostik. Neben psychometrischen Verfahren werden bei Bedarf strukturierte störungsspezifische diagnostische Interviews eingesetzt.

Dabei wird insbesondere zwischen PTBS, komplexeren Traumafolgen, Depression, Angst- und Belastungsstörungen sowie anderen möglichen Erklärungen unterschieden.

Ablauf der Online-Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt vollständig online und umfasst:

1. Ausführliches diagnostisches Erstgespräch
Erhebung der aktuellen Beschwerden, ihres Verlaufs, bisheriger Diagnosen und Behandlungen sowie relevanter körperlicher, biografischer und psychosozialer Faktoren.

2. Individuell ausgewählte psychometrische Verfahren
Nach dem Erstgespräch werden gezielt diejenigen diagnostischen Verfahren eingesetzt, die zur jeweiligen Fragestellung passen.

3. Diagnostische Vertiefung
Im zweiten Online-Termin werden offene diagnostische Kriterien und Differentialdiagnosen gezielt geprüft. Je nach Fragestellung können strukturierte störungsspezifische Interviews eingesetzt werden.

4. Befundbesprechung und psychologischer Befundbericht
Die Ergebnisse werden verständlich erläutert und in einem ausführlichen psychologischen Befundbericht zusammengeführt.

Bedeutung für Pflegegrad und GdB

Bei einer Pflegegradbegutachtung oder einem Antrag auf Feststellung beziehungsweise Erhöhung des Grades der Behinderung kann es wichtig sein, psychische Beeinträchtigungen nachvollziehbar zu dokumentieren.

Im Befundbericht werden daher bei entsprechender Fragestellung nicht nur Diagnosen, sondern insbesondere deren Auswirkungen auf:

  • Selbstständigkeit
  • Tagesstruktur
  • Selbstversorgung
  • Haushaltsführung
  • außerhäusliche Aktivitäten
  • soziale Teilhabe
  • berufliche Belastbarkeit
  • Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen

beschrieben.

Der psychologische Befundbericht kann dadurch als ergänzende fachliche Unterlage im Rahmen eines Pflegegrad- oder GdB-Verfahrens verwendet werden.

Die Feststellung eines Pflegegrades oder GdB selbst ist nicht Bestandteil der psychologischen Diagnostik.

Umfang

Die psychologische Differentialdiagnostik umfasst:

  • zwei ausführliche Online-Termine
  • individuell ausgewählte psychometrische Verfahren
  • bei Bedarf strukturierte störungsspezifische Interviews
  • Sichtung relevanter Vorbefunde
  • Auswertung und differentialdiagnostische Gesamtbeurteilung
  • ausführlichen psychologischen Befundbericht
  • individuelle Empfehlungen für das weitere Vorgehen

Honorar: 590 €